Tauwurm

Aus Angellexikon

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Tauwurm gehört zur Familie der Regenwürmer und ist bei Anglern einer der beliebtesten Naturköder überhaupt.

Inhaltsverzeichnis

Anglerische Nutzung

Insbesondere beim Angeln auf Aale, aber auf auch Wels und viele andere Raubfische, kann der Tauwurm eingesetzt werden.

Beschaffung

Im Fachhandel sind Tauwürmer aus Zuchtbetrieben käuflich zu erwerben, aber auch die Nachzucht in einer entsprechend vorbereiteten Holzkiste ist möglich.

Manchmal ist es auch erforderlich, daß sich der Angler selbst ein paar Tauwürmer fängt.

Ausgraben

Das Ausgraben der Würmer ist eine mühsame und wenig empfehlenswerte Methode, weil viele Tauwürmer dabei verletzt werden. Tauwürmer haben zwar bis zu einem gewissen Grad die Möglichkeit amputierte Körperenden zu regenerieren, aber da die Köder für Angelzwecke möglichst gesund und lebendig sein sollten, ist ein geteilter Tauwurm nicht das beste Ausgangsmaterial.

Suchen

In dunklen Nächten, (Tauwürmer sind sehr lichtempfindlich) wenn sich bereits Tau gebildet hat (daher auch der Name Tauwurm), kommen viele Tauwürmer an die Erdoberfläche, um Pflanzenreste in Ihre Erdröhren zu ziehen, oder um Fortpflanzungspartner zu treffen. Mit einer Taschenlampe kann man diese relativ leicht einsammeln, allerdings sollte mann hierbei sehr schnell sein. Die lichempfindlichen Würmer kommen normalerweise nicht vollständig aus ihren Erdröhren, ein Körperende bleibt normalerweise im Loch. Dies ermöglicht es dem Tauwurm, sich durch Kontraktion seiner Muskeln blitzschnell wieder in sein Loch zurückzuziehen. Bekommt man einen Wurm zu fassen, sollte mann ihn nicht mit Gewalt aus seinem Loch zerren. Allzuleicht zerreist der Wurm sonst. Besser ist es, das gefangene Ende gut festzuhalten und den Wurm unter leichtem Zug zu halten. Nach wenigen Augenblicken wird sich seine Muskelkontraktion lockern und der Wurm kann ohne großen Aufwand und ohne Verletzungsgefahr aus seinem Loch gezogen werden.

Hilfsmittel

Es gibt eine Reihe Methoden, mit denen Regenwürmer dazu gebracht werden können, die Erde zu verlassen. Einige davon sind entweder in der Handhabung gefährlich (Elektroimpulse), oder umweltschädigend (Einsatz von Formaldehyd) und sollen an dieser Stelle nicht näher erläutert werden.

In letzter Zeit wird häfiger davon berichtet, daß Senf ein gutes Hilfsmittel sein soll, um die Tauwürmer zum Verlassen des Erdreichs zu bewegen: 60 bis 70 Gramm Senfmehl (aus gemahlenen Senfkörnern) werden für ca. 24 Std. in 0,5 Liter Wasser eingeweicht. Anschließend wird das Senf/ Wasser Gemisch auf 10 Lier mit Wsser aufgefüllt.

An einer gut überschaubaren Stelle im Rasen, oder auf dem Acker wird das Wassergemisch auf kleiner Fläche, ca. 0,5 m² ausgebracht. Wenn der Boden nicht alles schlucken kann, kann dies auch in mehreren Gaben in kurzen Abständen erfolgen.

Durch dan scharfen Senf werden die Würmer in großer Zahl an die Oberfläche getrieben, wo sie abgesucht werden können. Als Tierfreunde sollten wir folgendes Beachten: Die Haut der Regenwürmer wird durch diese Behandlung leicht gereizt. Wir sollten die Würmer nach dem Fangen kurz unter klarem Wasser abspülen und Sie danach schnellstmöglich in eine geeignete Kiste mit lockerer Erde und etwas angewelktem Graß geben.

Diese Methode ist prinzipiell auch mit scharfem Senf anstelle des Mehls möglich, soll aber weniger ergiebig sein.

Verwandte Begriffe

Regenwurm, Mistwurm, Kompostwurm, Mehlwurm, Maden