Pose

Aus Angellexikon

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Inhaltsverzeichnis

Die Pose

Als Pose bezeichnet man einen Schwimmer, der als Bissanzeiger an der Angelschnur befestigt ist.

Bauart

Eine Pose besteht im wesentlichen aus einem Auftriebskörper, der im oberen Teil so gestaltet ist, daß er für den Angler gut sichtbar ist. Viele Posenbauarten haben dazu eine sogenannte Antenne, die entsprechend weit über die Wasseroberfläche hinausragt. Bei Bedarf kann das oberere Ende der Antenne auch als Kugel ausgeprägt sein.

Es hat sich herausgestellt, daß je nach Gewässer unterschiedliche Hintergrundfarben auftreten, sodaß eine einzige Signalfarbe oft nicht ausreicht. Als universelle, nahezu immer sichtbare Farbkombination für die Posenspitze haben sich Rot-Weiß-Schwarz, oder Rot-Gelb-Schwarz herausgestellt.

Zur Befestigung an der Angelschnur kann diese entweder durch ein Röhrchen in der Mitte der Pose geführt sein, oder die Pose verfügt über entsprechende Ösen, durch die die Angelschnur geführt wird.

Ist beide snicht vorhanden, kann die Pose mit speziellen Posengummis befestigt werden.

Funktionsweise

Eine Pose kann nur dann als Bissanzeiger funktionieren, wenn die Schnur zwischen Pose und Angelhaken straff ist. Nimmt ein Fisch den Köder auf, gibt es zwei mögliche Auswirkungen. Entweder er zieht die Schnur noch straffer, oder er schwimmt auf die Pose zu, sodaß die Schnur schlaff wird (so genannter Hebebiss). In beiden Fällen muß eine sichere Signalisierung des Bisses gewährleistet sein.

Im ersten Fall wird die Pose ganz, oder teilweise unter Wasser gezogen. Dies ist recht gut zu beobachten.

Bei einem Hebebiss soll die Pose ein Stück aus dem Wasser herauskommen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Pose mit etwas Blei beschwert ist, welches der Fisch mit dem Angelhaken anhebt. So kommt die Pose ein Stück aus dem Wasser und legt sich wenn sie nicht mehr durch den Zug der Schnur, bzw. der Bleigewichte gehalten wird flach auf die Wasseroberfläche.

In beiden Fällen muß der Fisch eine gewisse Kraft ausüben, damit die Pose etwas anzeigt. Je nach Fischart kann das Verspüren einer minimalen Kraft aber bereits Mißtrauen auslösen und dazu führen, daß der Köder verlassen wird, bevor der Haken greifen kann.

Je nach Fischart ist es deshalb erforderlich, die Kräfte, die zur Anzeige des Bisses erforderlich sind, so klein wie möglich zu halten. In stillstehenden Gewässern werden deshalb möglichst schlanke Bauarten verwendet, die der Oberflächenspannung des Wassers eineg geringen Widerstand entgegensetzen. In Fließgewässern, oder bei bewegteren Wasseroberflächen muß zu größeren, gedrungeneren Bauarten gegriffen werden. Weiterhin wird die Pose mit Blei so austariert, daß der Auftrieb gerade ausreicht, damit die Antenne der Pose aus dem Wasser steht, der Fisch aber keine unnötige Arbeit gegen den Auftrieb aufbringen muß. Gute Posen sind mit einer Tragkraftangabe bedruckt, die es dem Angler ermöglicht innerhalb kurzer Zeit eine darauf abgestimmte Bleitarierung zu montieren.

Varianten

Neben den einfachen Posen gibt es so genannte Knicklicht Posen. Dies sind Posen, die eine spezielle Aufnahme für Knicklichter haben und so auch bei Dunkelheit zu erkennen sind. Den gleichen Effekt liefern Posen mit einer kleinen, Batteriebetriebenen LED.

Raubfischposen sind im allgemeinen größer und klobiger, da sie das Gewicht eines Köderfisches tragen können.

Wagglerposen sind bereits ab Werk mit Blei ausgerüstet, sodaß höchstens noch minimale Feinabstimmung erforderlich sit.

Lutscherposen sind seitlich abgeflacht und wurden speziell für das Angeln in stark strömenden Gewässern entwickelt. Um dem Strömungsdruck auszuweichen stellen sich diese Posen mit ihrer Schmalseite zum Strömungsverlauf.

Segelposen haben an der Antenne ein kleines Segel, mit dem die Pose trotz auflandigem Wind so geteuert werden kann, daß sie an der gewünschten Stelle bleibt.

Wasserkugeln

sind eine Sonderbauform für das Meeresangeln und bei starkem Wellengang. Die Kugeln sind hohl und haben deshalb einen hohen Auftrieb. Durch eine verschließbare Öffnung kann man die Kugeln mit Wasser füllen und den Auftrieb so auf das gewünschte Maß begrenzen.