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Aus der Erkenntnis heraus, daß jeder Knoten die Schnur schwächt, versuchen Angler Knoten, wo es möglich ist, zu vermeiden. Bei vielen Montagen stellt die Verbindung zwischen Wirbel und Hauptschnur das schwächste Glied in der gesamten Montage dar und entsprechend oft kommt es in diesem Bereich zum Abriss der Schnur.
Die No-Knot Verbindung, die sich haupsächlich für geflochtene Angelschnüre eignet, umgeht dieses Problem elegant unter Zuhilfenahme eines kleinen Drahtbügels. Dieser No-Knot Verbinder ist an einem Ende Hakenförmig gebogen. Dort wird entweder das Öhr eines Wirbels oder eines Kunstköders eingehangen. Die zu einer Bucht gelegte Angelschnur wird um den hakenförmig gebogenen Schenkel des No-Knot Verbinders gelegt und in ca. 5 strammen Windungen um das Mittelteil des Verbinders gewunden. Danach wird das Ende der Schnur einfach in das Öhrförmige Ende des No-Knot-Verbinders eingeclipst. Wichtig bei dieser Verbindung ist, daß sich die Schnur nirgends kreuzt, dann ist eine nahezu 100%ige Tragkraft zu erreichen. Prinzipiell ist die No-Knot Verbindung auch für monofile Schnüre einsetzbar, dann sollten ein paar mehr Windungen um den Schaft spendiert werden.
Eigentlich kommt die No-Knot Verbindung dem Ziel eines idealen Knotens schon sehr nahe. Auf eine kleine Eigenheit soll an dieser Stelle aber doch eingegangen werden: Aufgrund der hohen Knotenfestigkeit gibt es in der ganzen Montage aber auch keine Sollbruchstelle mehr. Kommt es bei einem Hänger zu einem Schnurbruch, passiert dieser häufig an einer undefinierten Stelle in der Hauptschnur. Dabei kann unter Umständen eine Menge Hauptschnur verloren gehen.
Die No-Knot Verbindung sollte nicht mit der No-Knot Montage verwechselt werden, wie sie von Karpfenanglern gern benutzt wird.