Nachläufer nennt man Fische, die den Köder zwar verfolgen, jedoch nicht packen. Dies wird gelegentlich darauf zurückgeführt , daß der Fisch gerade nicht auf Beutesuche ist.
Viel warscheinlicher aber ist, daß der Fisch mißtrauisch geworden ist, weil sich der Köder in irgendeinem Detail anders verhält, als die gewohnte Beute. Stellt ein Angler Nachläufer fest, sollte er zunächst die Geschwindigkeit des Köders erhöhen. Ein in Panik fliehender Fisch wird seine Fluchtgeschwindigkeit immer erhöhen. Jede andere Reaktion wäre unnatürlich und steigert das Misstrauen des Räubers.
Führt die Erhöhung der Ködergeschwindigkeit nicht zum Erfolg, ist es an der Zeit andere Parameter zu verändern. Am einfachsten zu realisieren ist in den meisten Fällen ein Köderwechsel. Der Angler sollte sich in dieser Situation aber auch fragen, ob das eingesetzte Gerät evtl. zu auffällig ist. Unter Umständen stört das vorsichtshalber montierte Stahlvorfach, oder aber die Angelschnur, bzw. das Vorfach sind zu stark und zu steif. Darüber hinaus können viele weitere Faktoren die Scheu des raubenden Fisches erregen.
Der Angler sollte in dieser Situation notfalls alles in Erwägung ziehen, denn eines ist klar: Die Fische sind da und haben den Köder auch entdeckt. Es fehlt einfach der entscheidende Reiz zu Anbeissen.