Der Begriff Weißfisch ist keine Bezeichnung im Biologischen Sinn, sondern eine volkstümliche Zusammenfassung von verschiedenen Kapfenartigen (Cyprinidae), die eine silber, bzw. metallfarbene Grundfärbung aufweisen, ähnliche Lebensräume haben und auch sonst häufig verwechselt werden. Aufgrund ihrer hohen Vermehrungsrate stellen Weißfische einen großen Teil der Biomasse in den meisten Gewässern und sind deshalb bevorzugte Beute der Raubfische, wie Hecht, Barsch und Zander.
Da Weißfische meist eher klein bleiben, werden sie gern als Köderfische für das Angeln auf Raubfische verwand. Als Speisefische gelten Weißfische aufgrund ihrer zahlreichen Gräten eher als minderwertig. Trotzdem eigen sie sich z.B. für die Herstellung von Fischfrikadellen, oder zum Einlegen. Werden Weißfische beispielsweise wie Bratheringe zubereitet, lösen sich die Gräten fast vollständig auf, da diese nach dem Braten in Essig eingelegt werden.
Die bevorzugte Angeltechnik auf Weißfische ist das Stippen. Bei dieser Angelmethode kann der Köder genau in der Wassertiefe angeboten werden, in der sich die Fische aufhalten. Wo es erlaubt ist, hat es sich bewährt anzufüttern, um möglichst viele Fische an Angelplatz zu locken.
Beim Feederangeln wird gehört der Futterkorb direkt zur Montage.
Die Größe der zu beangelnden Weißfische variiert schon aufgrund der Artenvielfalt in einem weiten Rahmen, aber auch der geplante Verwendungszweck spielt für die angepeilte Größe eine Rolle.
Durch die Auswahl der Hakengröße, der Ködergröße und die Partikelgröße des Anfutters kann der Angler hier eine gewisse Vorauswahl treffen.
Das Spektrum der verwendbaren Köder ist sehr breit und variiert von Fischart zu Fischart. Maden dürften bei den Weißfischanglern aber mit Abstand der beliebteste Köder sein.
Zu den Weißfischen gehören unter anderen Aland, Barbe, Bitterling, Brachse (Brasse, Blei), Döbel (Aitel, Eitel, Alet), Elritze, Frauennerfling, Giebel, Gründling, Güster, Hasel, Karausche, Mairenke, Moderlieschen, Perlfisch, Rapfen, Rotauge (Plötze), Rotfeder, Schneider, Stichling, Ukelei, Zährte, Zobel und Zope.
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