Hecht

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Hecht [Esox lucius]
Hecht [Esox lucius]


Europäische Hecht (Esox lucius)

Inhaltsverzeichnis

Internationale Namensgebung

  • Englisch: Pike
  • Französisch: Brochet
  • Spanisch: el lucio
  • Italienisch: luccio
  • Schwedisch: Gädda
  • Dänisch: Gedde
  • Norwegisch: Gjedde
  • Finnisch: Hauki

Beschreibung

Der Hecht hat einen annähernd Torpedoförmigen Körper, der seitlich kaum abgeflacht ist. Diese Körperform in Verbindung mit der kräftig ausgeprägten Schwanzflosse und der weit hinten stehenden Rücken- und Afterflosse macht ihn zu einem schnellen und wendigen Jäger. Der Körper ist überwiegend grünlich gefärbt und mit gleichmässig über den Körper verteilten gelblichen Flecken gezeichnet.

Besonders markant ist das oberständige Maul des Hechtes, das an einen Entenschnabel erinnert. Das Gebiss des Hechtes besteht aus mehrereren Zahnreihen, die nach hinten gerichtet sind und die es fast unmöglich machen, daß der Hecht eine einmal gepackte Beute wieder losläßt.

Lebensraum

Der Hecht kommt überwiegend in größeren Gewässern mit gutem Pflanzenbewuchs vor. Vor allem ist er im Süßwasser anzutreffen, aber auch auch im Brackwasser und Meeresbereichen mit geringem Salzgehalt, wie sie in Teilen der Ostsee zu finden sind, sind für den Hecht kein Problem.

Nahrung

Der Hecht ist ein äusserst aggressiver Raubfisch, der im Grunde auf alles beißt, was sich bewegt. Zum natürlichen Nahrungsspektrum des Hechtes gehören Fische, Frösche, Vögel und keine Säugetiere. Selbst vor seinen eigenen Artgenossen macht die Fressgier des Hechtes nicht Halt.

Fortpflanzung

Bereits vor der Laichzeit, die in Abhängigkeit der Wassertemperatur zwischen März und Mai liegen kann, beginnen die Milchner sich um die Rogener zu sammeln und sich je näher die Laichzeit herankommt immer immer aggressiver zu bekämpfen. Letztendlich paart sich das Weibchen nur mit einem, der um sie buhlenden Männchen. Das Ablaichen erfolgt im Flachwasser.

Der Laich haftet an Wasserpflanzen und anderen Gegenständen und kann auch über das Gefieder der Wasservögel von einem Gewässer in ein anderes transportiert werden.

Da weibliche Hechte erheblich größer werden können, als die Männchen, besteht die Gefahr, daß die Männchen nach dem Laichakt von ihrer Partnerin gefressen werden. Unmittelbar wärend des Paarungsvorgangs besteht diese Gefahr nicht, da die Weibchen in dieser Zeit nicht fressen.

Angeltechnik

Da der Hecht seiner Beute gern aus einem Versteck, z.B. einem flachen Schilfgürtel auflauert, ist es ratsam, den Hecht aktiv zu suchen. Besonders gut ist dies beim Schleppfischen möglich, aber auch beim Spinnfischen vom Ufer aus bestehen gute Chancen. Der Hecht hat einen sogenannten Beissreflex. Das bedeutet, daß er alles, was sich in seiner Umgebung bewegt aggresiv attackiert, unabhängig davon, ob er hungrig ist, oder nicht. Dieser Reflex führt vereinzelt zu der kuriosen Situation, daß ein Hecht, der gerade auf einen Köder gebissen hat, den Köder eines anderen Anglers ebenfalls attackiert und so unter Umständen an zwei Angeln gleichzeitig beißt.

Als Köder auf Hecht eignen sich Blinker, Spinner, Wobbler und Shads, aber auch tote Köderfische sind als Ersatz für den seit geraumer Zeit verbotenen lebenden Köderfisch durchaus fängig. Große, bis sehr große Köder sind beim Angeln auf Hecht vorteilhaft, denn der Hecht schreckt nicht davor zurück, eine Beute anzugreifen, die größer ist als er selbst. Dies kann mitunter gleichzeitig für den Hecht, und für die Beute den Tod bedeuten, denn die Anordnung seiner Zähne erlaubt es dem Hecht nur selten eine einmal gepackte Beute loszulassen.

Links zum Hechtangeln

Hechtangeln auf Angel-Hobby.de