Als Catch and Release Angeln bezeichnet man die Ausübung des Angelsports unter der Voraussetzung, dass die gefangenen Fische nach dem Schießen einiger Beweisfotos wieder freigelassen werden. Bei einigen Fischarten ist das Zurücksetzen untermassiger Fische ohnehin vom Gesetzgeber gefordert um ihnen die Gelegenheit zu geben, mindestens einmal abzulaichen. Darüber hinaus wird Catch and Release häufig praktiziert um gezielt das Heranwachsen kapitaler Fische zu ermöglichen. Ein bekanntes Beispiel ist das Angeln auf Hecht in den Niederlanden. Dort wird ausschließlich Catch and Release praktiziert, was zu ausgezeichneten Bestänen mit Kapitalen Exemplaren geführt hat.
Unter Tierschutzaspekten wird Catch and Release kontrovers diskutiert. Einerseits wird das Leben der gefangenen Fische geschont und die Population nicht reduziert, andererseits erleiden die Fische aber immer auch kleinere, oder größere Verletzungen. Abgesehen vom Einstich des Hakens besteht beim Lösen des Hakens die Gefahr, daß dieser dem Fisch weitere Verletzungen zufügt. Deshalb sollte die Verwendung eines Hakenlösers, oder einer Lösezange beim Catch and Release selbstverständlich sein. Die empfindlichen Schleimhäute der Fische können darüber hinaus durch Anfassen, oder durch Ablegen auf dem Boden verletzt werden. Pilzkrankheiten finden auf derart verletzten Hautpartien einen idealen Nährboden. Die Hände sollten deshalb vor jedem Fischkontakt angefeuchtet werden. Größere Fische sollten zum Lösen des Angelhakens auf eine sogenannte Abhakmatte gelegt werden.