Brasse

Aus Angellexikon

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Brasse (Abramis brama) gehört zur Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae).

Inhaltsverzeichnis

Internationale Namensgebung

  • Englisch: bream
  • Französisch: brème
  • Spanisch: el besugo

Beschreibung

Brassen haben einen sehr hohen Rücken und sind seitlich stark abgeflacht. Unter normalen Bedingungen werden sie zwischen 30 und 50 cm lang, teilweise auch noch größer. Ihre Körperform hat den größeren Brassen auch den Spitznamen 'Klodeckel' eingebracht.

Das unterständige Maul erlaubt den Brassen das Gründeln in schlammigem Boden.

Der Rücken ist Grüngrau bis Bleigrau. Dies führt dazu, daß Brassen auch unter dem Namen Blei bekannt sind. Die Flanken glänzen metallisch und an der Bauchseite tendiert die Färbung zu Weiß.

Nahrunug

Brassen durchwühlen mit Ihrem Maul den schlammigen Grund nach Kleintieren, wie Muscheln, Schnecken, Zuckmückenlarven und Schlammröhrenwürmern. Dabei steigen regelmässig Luftblasen auf, die dem Angler die Aktivität dieser Fische signalisieren. Auch Wasserpflanzen und Plankton gehören zum Nahrungsspektrum.

Fortpflanzung

Die starke Verbreitung der Brassen ist auf ihre hohe Reproduktionsfähigkeit zurückzuführen. Beim Laichakt kann das Weibchen (der Rogener) zwischen 150.000 bis 300.000 Eier ablegen, die entweder an Wasserpflanzen angeklebt werden, oder an Steinen. Die Laichzeit kann zwischen Mai und Juli liegen und ist stark witterungsabhängig. Sie dauert ca. 2 Wochen und kann bei Wetterumschwüngen auch unterbrochen werden. Bereits nach 3 bis 12 Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern, haften sich danach aber noch einige Tage an Wasserpflanzen fest, in denen sie den Nahrungsvorrat aus ihrem Dotter aufbrauchen. Brassen sind genetisch eng mit dem Güster verwandt, mit dem sie auch häufig verwechselt werden. Da beide zur gleichen Zeit laichen, ist es nicht ungewöhnlich, daß Rogen und Samen dieser Arten vermischt werden, woraus Mischlinge resultieren.

Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet der Brassen erstreckt sich über weite Teile Europas, nördlich der Alpen, den Balkan und den Donaudelta. Die Brasse hat der sogenannten Brassenregion ihren Namen gegeben. Dies sind die langsam fließenden Unterläüfe der Flüsse. Ausserdem sind Brassen auch in fast allen Seen dieser Region in großen Mengen anzutreffen.

Verwertung

Die Brasse ist als Angelfisch nicht allzu beliebt, weil sie relativ viele Gräten aufweist. Wie die meisten Weißfische, werden Brassen aber gern als Köderfisch auf Raubfische genutzt. Wer die Brasse trotzdem gern mal als Speisefisch verwerten möchte, kann sie mit anderen Weißfischen zu Fischfrikadellen, oder wie Bratheringe zubereiten. Durch das Einlegen der gebratenen Fische in Essig, werden die Gräten weich und genießbar.

Angeltechnik

Mit etwas Futter ist es relativ einfach die Brassen an den Angelplatz zu locken und mit einer leichten Stipprute zu fangen. Als Köder bieten sich z.B. Madenbündel an.